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FAST-Artikel-Test

Lesezeit: 5 Minuten | Großartiger Autor | Oktober 2024

Angesichts einer Auswahl, die größer ist, als man in einem einzigen Leben jemals anschauen könnte, könnte man leicht meinen, es habe noch nie eine bessere Zeit gegeben, Fernsehzuschauer zu sein. Tatsächlich hat die explosionsartige Zunahme des Angebots es den Menschen jedoch zunehmend erschwert, etwas zu finden, das sie interessiert. Diese Herausforderung betrifft zwar alle TV-Angebote, ist jedoch besonders relevant im Bereich des werbefinanzierten Free-TV (FAST), das bei Zuschauern, die unter „Abonnement-Müdigkeit“ leiden, immer mehr an Beliebtheit gewinnt.

FAST-Kanäle stehen nicht nur im Wettbewerb mit einer Vielzahl von Plattformen und Kanälen, sondern auch mit Hunderten anderer Kanäle, die oft in einem einzigen Angebot enthalten sind. Diese Herausforderung wird noch erheblich verstärkt, wenn den Programminformationen die Angaben fehlen, anhand derer das Publikum entscheiden kann, ob es daran interessiert ist. Und etwas überraschend ist dies ein weit verbreitetes Manko.

Eine kürzlich durchgeführte Analyse ergab beispielsweise, dass bei fast einem Drittel der Sendungen in der FAST-Datenbank von Gracenote Angaben zum Genre fehlten, als sie zur Anreicherung der Metadaten eingereicht wurden. Die Auswirkungen auf die Programmgestaltung liegen hier auf der Hand.

Ganz allgemein gesagt:

  • Ein Dienst bzw. eine Plattform kann dies nicht kategorisieren
  • Die Zuschauer werden nicht wissen, ob sie daran Interesse hätten
  • Marken werden nicht wissen, ob sie dagegen werben wollen

Es ist zweifelhaft, dass Inhalte ohne wichtige Informationen wie das Genre ihren Weg in einen Dienst finden würden, aber jeder plattformabhängige Zuordnungsvorgang würde die Einheitlichkeit vermissen lassen, die für die Interoperabilität im gesamten Streaming-Universum erforderlich ist. Es ist zudem möglich, dass die zugewiesenen Standardwerte ungenau sind.

Das Positive an diesem Szenario ist, dass die Produzenten ihre Sendungen bei Gracenote zur Normalisierung und Anreicherung der Metadaten eingereicht haben. Der Nachteil ist, dass FAST bei den Metadaten noch Nachholbedarf hat – selbst bei grundlegenden Angaben wie Genre, Produktionsland, Produktionsfirma, Erstausstrahlungsdatum, Altersfreigabe und Bildmaterial.

Was ist denn daran so besonders?

Wer die Bedeutung von Metadaten versteht, versteht auch die aktuelle Situation im Streaming-Bereich. Die Auswahl an Inhalten und Diensten ist mittlerweile überwältigend, und die Zuschauer suchen nach Möglichkeiten, Inhalte zu finden, die sie interessieren. Eine aktuelle Umfrage von LG Ad Solutions ergab beispielsweise, dass 56 % der Zuschauer mittlerweile lieber Streaming-Videos als traditionelles Fernsehen schauen, dabei jedoch 12 Minuten damit verbringen, nach etwas Passendem zu suchen. Und ganze 70 % bevorzugen werbefinanzierte Inhalte – genau das ist der Sweet Spot von FAST.

Die Attraktivität von FAST bleibt beim Publikum nicht unbemerkt. In den USA hat sich die Nutzungsdauer von FAST bei den Fernsehzuschauern im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt: Im Februar des vergangenen Jahres entfielen 1,7 % der gesamten Fernsehnutzung auf Pluto TV und den Roku Channel. Ein Jahr später belief sich der Anteil dieser Dienste zusammen mit Tubi auf3,7 %¹.

Quellen

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